Wozu ein Bautagebuch?
Das Bautagebuch ist das Gedächtnis der Baustelle. Es zeigt Monate später, wer an welchem Tag dort war, was gemacht wurde, wie das Wetter war und was dazwischenkam. Bei Diskussionen über Verzögerungen, Mehraufwand oder Mängel ist es oft das wichtigste Beweismittel.
Was hineingehört
- Datum, Wetter und Temperatur,
- anwesendes Personal, eigene Leute und andere Unternehmer,
- ausgeführte Arbeiten,
- Lieferungen und eingesetzte Maschinen,
- Behinderungen und Unterbrüche, zum Beispiel wegen Wetter oder fehlender Vorarbeiten,
- Anordnungen der Bauleitung, Besuche, Abnahmen,
- besondere Vorkommnisse, Unfälle, Mängel — am besten mit Foto.
Fünf Tipps
- Täglich schreiben, nicht am Freitag für die ganze Woche.
- Konkret bleiben: «Elektriker fehlte, Leitungen OG nicht gezogen» statt «Verzögerung».
- Fotos mit Datum sagen mehr als jede Beschreibung.
- Anordnungen festhalten, auch mündliche, mit Name und Uhrzeit.
- Regelmässig gegenzeichnen lassen, wenn der Vertrag es vorsieht.
Zum Ausdrucken: unsere Bautagebuch-Vorlage als PDF und Excel.
Rapporte als Grundlage
Wer die Rapporte digital führt, hat vieles fürs Bautagebuch schon beisammen: In Baurapport.ch stehen pro Baustelle und Tag die Stunden, die ausgeführten Arbeiten, das Material und die Fotos, dazu der Chat mit Absprachen. Ein eigenes Bautagebuch ersetzt die App nicht, aber sie liefert die Fakten dafür.
Häufige Fragen
Wer führt das Bautagebuch?
Meist die Bauleitung; viele Unternehmer führen zusätzlich ein eigenes, um ihre Sicht festzuhalten. Was gilt, regelt der Vertrag.
Wie lange aufbewahren?
Mindestens so lange, wie Ansprüche aus dem Werkvertrag geltend gemacht werden können — sicher bis nach Ablauf der Garantie.
Genügt eine Fotosammlung?
Fotos helfen viel, ersetzen aber nicht die Einträge zu Personal, Arbeiten und Behinderungen.